Radnetzspinnen. Das Netz einer Wespenspinne hat einen Durchmesser von ca. 50cm und ist in Bodennähe nahezu senkrecht angebracht. Die Wespenspinnen bauen ihre Netze bevorzugt in sehr hohem Gras. Durch die Bodennähe des Netzes, besteht die Nahrung hauptsächlich aus Heuschrecken. Für den Netz bau benötigt die Spinne etwas über eine halbe Stunde, dieser findet meistens in den Abendstunden statt. Im Netz findet sich meistens ein für Wespenspinnen typisches Zickzack-Band, das wahrscheinlich der Stabilisierung des Netzes dient und Stabiliment genannt wird. Sie spinnt zuerst einen Rahmen zwischen den Gräsern. Danach spinnt sie einen Faden spiralförmig von innen nach außen. Nachdem sie außen angekommen ist, spinnt sie wieder einen Faden spiralförmig nach innen, diesmal deutlich enger als zuvor, dabei isst sie den alten zuvor provisorisch angebrachten Faden auf. Die Wespenspinne geht hierbei besonders geschickt mit ihren beiden hinteren Beinen vor und "zieht" den Faden aus einer ihren Spinndrüsen, richtet ihn aus und verklebt ihn am nächsten Querfaden. So entsteht das typische Radnetz. Der Faden selber besteht im Übrigen aus Eiweiß.
Wespenspinne vom Männchen begattet wurde, beginnt sie mit der Eiablage. Der Kokon wird in der Nähe des Netzes, meistens bei Nacht, gebaut. Man kann den Kokon bau auch leicht vorhersehen, da die Wespenspinne kurz vorher einen sehr großen Hinterleib hat. Nachdem sie mit dem Kokon begonnen hat, klebt sie ihre gelben Eier von unten an den angefangenen Kokon. Nachdem die Eier einen Durchmesser von etwa 5mm erreicht haben, dies sind etwa 400 Stück, drückt sie diese mit ihrem Körper fester an den Kokon. Dieser Vorgang dauert nur ein paar Minuten. Jetzt beginnt die Spinne damit, den Kokon mit unterschiedlichen Fäden, Schicht für Schicht fertig zu stellen. Wenn die Temperaturen nicht zu kühl sind, dauert der gesamte Kokon Bau, etwa die halbe Nacht. Eine Wespenspinne kann mehrere Kokons bauen.
Bodennähe befindet, verfangen sich auch hauptsächlich Insekten in ihrem Netz, die selber auf dem Boden leben. Dies sind überwiegend Heuschrecken (Grashüpfer), aber auch Fliegen, Wespen und andere kleine Insekten. Beutetiere mit hartem Panzer, zum Beispiel Käfer, werden von der Wespenspinne wieder aus ihrem Netz befreit. Sobald ein Beutetier ins Netz geraten ist, geht alles Blitzschnell, die Wespenspinne beißt ihr Opfer, dabei wird das Gift der Wespenspinne verströmt, welches das Opfer lähmt und schließlich auch tötet. Kleine Beutetiere sterben häufig sofort, aufgrund der hohen Giftdosis, wohingegen große Beutetiere meist nur gelähmt werden und erst später sterben. Dann wird das Beutetier fein säuberlich "ein gesponnen" und mit einem Spannfaden am Netz befestigt. Wenn die Wespenspinne Hunger hat, holt sie sich ein eingesponnenes Beutetier und saugt es aus. Dieses Aussaugen kommt daher, da die Mundöffnung sehr klein ist. Nach jeder Mahlzeit, aber auch, wenn sie mit ihrem Spinnfaden aktiv war, reinigt sich die Wespenspinne intensiv, damit sie nicht selber an ihrem Netz kleben bleibt. Das Gift der Wespenspinne ist für den Menschen ungefährlich, das liegt zum einen am Gift selber, aber vor allem daran, dass die Gift-klauen die menschliche Haut nicht durchdringen können.
das Wespenspinnenmännchen und es hat auch nicht die schöne Musterung wie das Weibchen. Es fällt einem nur auf, wenn man genau danach Ausschau hält und sitzt meist man Rande des Spinnennetzes. Häufig fertigen die Männchen gar kein eigenes Spinnennetz, es kommt sogar vor, dass es ein Weibchen aus ihrem Netz vertreibt. Obwohl das Männchen im Vergleich zum Weibchen sehr klein ist, verteidigen vor allem junge Weibchen ihr Netz nicht gegen die Männchen. Im Gegensatz zu den Weibchen, wechseln die Wespenspinnenmännchen häufig ihren Platz. Da sie sehr wenig essen, sind sie auch nur so klein. Im Juli und August, werden die Männchen Geschlechtsreif. Nach der Paarung wird es meist vom Weibchen aufgegessen.